Pierre Bourdieu, in Pour un mouvement social européen,
Le Monde Diplomatique, juin 1999 — Pages 1, 16 et 17, aussi in Contre-feux 2, Raisons d'agir, 2001, p. 13-23

"L'histoire sociale enseigne qu'il n'y a pas de politique sociale sans un mouvement social capable de l'imposer ( et que ce n'est pas le marché, comme on tente de le faire croire aujourd'hui, mais le mouvement social qui a « civilisé » l'économie de marché, tout en contribuant grandement à son efficacité ). En conséquence, la question, pour tous ceux qui veulent réellement opposer une Europe sociale à une Europe des banques et de la monnaie, flanquée d'une Europe policière et pénitentiaire ( déjà très avancée ) et d'une Europe militaire ( conséquence probable de l'intervention au Kosovo ), est de savoir comment mobiliser les forces capables de parvenir à cette fin et à quelles instances demander ce travail de mobilisation. "


mardi 3 décembre 2013

Transformationen des literarischen Feldes in der Gegenwart. Sozialstruktur - Diskurse - Medien-Ökonomien - Autorpositionen. Heribert Tommek, Klaus-Michael Bogdal (éd.)


Transformationen des literarischen Feldes in der Gegenwart
Sozialstruktur - Diskurse - Medien-Ökonomien - Autorpositionen
Herausgegeben von Heribert Tommek und Klaus-Michael Bogdal
Synchron
2012

Présentation de l'éditeur
Seit den 1960er Jahren unterliegt die kulturelle Produktion einem Prozess tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels, der sowohl die Sozialstruktur im Allgemeinen als auch das literarische Feld im Besonderen betrifft. Neben der Dynamisierung der Wissensformen haben insbesondere Ökonomisierung und Medialisierung zu Veränderungen geführt, die die Struktur der Öffentlichkeit, die Symbolisierung und Subjektivierung von Wissen, die Strukturen des literarischen Feldes wie auch die ästhetischen Diskurse und Selbstbeschreibungen entscheidend bestimmt haben. In den Literatur- und Kulturwissenschaften wurden diese Veränderungen häufig als Prozess der Enthierarchisierung, Individualisierung, Pluralisierung und Hybridisierung im Rahmen von Theorien zur Postmoderne und Posthistoire diskutiert. Dabei steht der Fall der Berliner Mauer häufig für eine ›Entgrenzung‹, die den aus den 1980er Jahren datierenden Eindruck einer synchronen Vielfalt und »neuen Unübersichtlichkeit« (Habermas) enorm verstärkt hat. Die hier versammelten, interdisziplinären Studien von Literaturwissenschaftlern, Soziologen, Historikern, Medienwissenschaftlern und Literaturkritikern folgen weder der emphatischen Epochenzäsur einer ›Entgrenzung‹ nach 1989/90 noch einer Soziologie der unmittelbaren ›äußeren‹ Determination. Stattdessen werden längerfristige Transformationen des literarischen Feldes in den Blick genommen, die zwar in allgemeine soziale Veränderungsprozesse eingebettet sind, sich aber in einer eigenlogischen, feld- und diskursspezifischen Brechung zeigen. Dadurch entsteht die ›Neuvermessung‹ eines gewandelten literarischen Feldes auf drei Ebenen, die den Teilen des Bandes entsprechen: Im ersten Teil geht es um »Kulturelles Kapital und Transformationen im sozialen Raum«, im zweiten werden die im engeren Sinne strukturellen »Veränderungen des literarischen Feldes« untersucht, und der dritte Teil umfasst konkrete Fallstudien zum »Wandel der Autorpositionen und diskursiver Strategien«. Insgesamt präsentiert sich der Band damit als Baustein zu einer neuen Sozialgeschichte der Literatur. 


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