Pierre Bourdieu, in Pour un mouvement social européen,
Le Monde Diplomatique, juin 1999 — Pages 1, 16 et 17, aussi in Contre-feux 2, Raisons d'agir, 2001, p. 13-23

"L'histoire sociale enseigne qu'il n'y a pas de politique sociale sans un mouvement social capable de l'imposer ( et que ce n'est pas le marché, comme on tente de le faire croire aujourd'hui, mais le mouvement social qui a « civilisé » l'économie de marché, tout en contribuant grandement à son efficacité ). En conséquence, la question, pour tous ceux qui veulent réellement opposer une Europe sociale à une Europe des banques et de la monnaie, flanquée d'une Europe policière et pénitentiaire ( déjà très avancée ) et d'une Europe militaire ( conséquence probable de l'intervention au Kosovo ), est de savoir comment mobiliser les forces capables de parvenir à cette fin et à quelles instances demander ce travail de mobilisation. "


jeudi 31 décembre 2009

Von Effi Böhlke und Rainer Rilling (Hrsg.) , Bourdieu und die Linke. Politik – Ökonomie – Kultur



Bourdieu und die Linke. Politik – Ökonomie – Kultur


Von Effi Böhlke und Rainer Rilling (Hrsg.)

Schriften 15 der Rosa-Luxemburg-Stiftung

320 Seiten, Pappband

ISBN 978-3-320-02112-2





»Ich war eigentlich nie ganz davon überzeugt, mit gutem Recht die Rolle eines Intellektuellen auszufüllen. Und ich habe stets versucht und versuche es noch hier , meinem Denken alles auszutreiben, was, wie der philosophische Intellektualismus, mit diesem Status verbunden sein kann.«
Pierre Bourdieu



Aus Anlass des 5. Todestages von Pierre Bourdieu (1930 bis 2002) veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin am 26. und 27. Januar dieses Jahres ein deutsch-französisches Kolloquium, um Werk, Wirken und Wirkung eines Franzosen zu diskutieren, der wie kein anderer seiner Generation die objektivierende Analyse der gegenwärtigen Gesellschaften mit der harten Kritik an denselben und ihrer praktischen Infragestellung verband. Gerade indem er den Anspruch erhob, die Tatsachen der sozialen Welt so auszusprechen, wie sie sind, also die Augen nicht zu-, sondern aufzumachen, deckte er die in den heutigen Gesellschaften verborgenen Ungleichheiten, Ungleichgewichte, Ungerechtigkeiten, Widersprüche und Herrschaftsrelationen auf und wurde, auch im Rahmen seiner eigenen Zunft – der Soziologie – zu einem unbequemen, da äußerst kritischen Denker. Sein praktisch-politisches Engagement am Ende seines Lebens scheint insofern nicht im Widerspruch zu seiner Theorie zu stehen; vielmehr lässt es sich als Konsequenz derselben verstehen oder, wenn man so will, als Ausbruch aus dem Zirkel der reinen Theorie, mit der man die Welt zwar angemessen interpretieren, jedoch zumindest nicht direkt verändern kann.

Vita und Werk Pierre Bourdieus schienen den Veranstaltern spannungsreich und spannend genug, um daraus ein anderthalbtägiges Kolloquium zu konzipieren, zu dem ReferentInnen aus Frankreich und Deutschland eingeladen wurden und das sich ausdrücklich, über den engeren Kreis der Bourdieu-Spezialisten hinaus, an die breitere intellektuell und politisch interessierte Öffentlichkeit richtete. Bereits im Vorfeld stieß die Tagung auf breite Resonanz: Es meldeten sich weit über 200 InteressentInnen an. Das Publikum war, was die Generationsfrage sowie die institutionelle und lokale Herkunft anbelangt, erfreulich gemischt.


Die Autoren der Beiträge sind:
Lothar Peter, Louis Pinto, Margareta Steinrücke, Gérard Mauger, Manfred Lauermann, Irene Dölling, Frédéric Lebaron, Danièle Linhart, Rolf-Dieter Hepp, Lars Schmitt, Franz Schultheis, Beate Krais, Joseph Jurt, Gunter Gebauer, Gerhard Schäfer, Stephan Moebius, Loïc Wacquant, Effi Böhlke, Rainer Rilling

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