« Je pense que les peuples ont pris conscience du fait qu’ils avaient des intérêts communs et qu’il y avait des intérêts planétaires qui sont liés à l’existence de la terre, des intérêts que l’on pourrait appeler cosmologiques, dans la mesure où ils concernent le monde dans son ensemble ».
Pierre Bourdieu (1992)


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mardi 19 mars 2013

jeudi 31 décembre 2009

Von Effi Böhlke und Rainer Rilling (Hrsg.) , Bourdieu und die Linke. Politik – Ökonomie – Kultur



Bourdieu und die Linke. Politik – Ökonomie – Kultur


Von Effi Böhlke und Rainer Rilling (Hrsg.)

Schriften 15 der Rosa-Luxemburg-Stiftung

320 Seiten, Pappband

ISBN 978-3-320-02112-2





»Ich war eigentlich nie ganz davon überzeugt, mit gutem Recht die Rolle eines Intellektuellen auszufüllen. Und ich habe stets versucht und versuche es noch hier , meinem Denken alles auszutreiben, was, wie der philosophische Intellektualismus, mit diesem Status verbunden sein kann.«
Pierre Bourdieu



Aus Anlass des 5. Todestages von Pierre Bourdieu (1930 bis 2002) veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin am 26. und 27. Januar dieses Jahres ein deutsch-französisches Kolloquium, um Werk, Wirken und Wirkung eines Franzosen zu diskutieren, der wie kein anderer seiner Generation die objektivierende Analyse der gegenwärtigen Gesellschaften mit der harten Kritik an denselben und ihrer praktischen Infragestellung verband. Gerade indem er den Anspruch erhob, die Tatsachen der sozialen Welt so auszusprechen, wie sie sind, also die Augen nicht zu-, sondern aufzumachen, deckte er die in den heutigen Gesellschaften verborgenen Ungleichheiten, Ungleichgewichte, Ungerechtigkeiten, Widersprüche und Herrschaftsrelationen auf und wurde, auch im Rahmen seiner eigenen Zunft – der Soziologie – zu einem unbequemen, da äußerst kritischen Denker. Sein praktisch-politisches Engagement am Ende seines Lebens scheint insofern nicht im Widerspruch zu seiner Theorie zu stehen; vielmehr lässt es sich als Konsequenz derselben verstehen oder, wenn man so will, als Ausbruch aus dem Zirkel der reinen Theorie, mit der man die Welt zwar angemessen interpretieren, jedoch zumindest nicht direkt verändern kann.

Vita und Werk Pierre Bourdieus schienen den Veranstaltern spannungsreich und spannend genug, um daraus ein anderthalbtägiges Kolloquium zu konzipieren, zu dem ReferentInnen aus Frankreich und Deutschland eingeladen wurden und das sich ausdrücklich, über den engeren Kreis der Bourdieu-Spezialisten hinaus, an die breitere intellektuell und politisch interessierte Öffentlichkeit richtete. Bereits im Vorfeld stieß die Tagung auf breite Resonanz: Es meldeten sich weit über 200 InteressentInnen an. Das Publikum war, was die Generationsfrage sowie die institutionelle und lokale Herkunft anbelangt, erfreulich gemischt.


Die Autoren der Beiträge sind:
Lothar Peter, Louis Pinto, Margareta Steinrücke, Gérard Mauger, Manfred Lauermann, Irene Dölling, Frédéric Lebaron, Danièle Linhart, Rolf-Dieter Hepp, Lars Schmitt, Franz Schultheis, Beate Krais, Joseph Jurt, Gunter Gebauer, Gerhard Schäfer, Stephan Moebius, Loïc Wacquant, Effi Böhlke, Rainer Rilling

jeudi 3 septembre 2009

Traductions: Pierre Bourdieu, Politik et Religion

Pierre Bourdieu

Politik
Schriften zur Politischen Ökonomie 2

Aus dem Französischen von Roswitha Schmid, Hella Beister, Eva Kessler, Jörg Ohnacker und Bernd Schwibs

1. Auflage
2009, ca. 350 Seiten, geb.
ISBN 978-3-86764-196-8
ca. Euro (D) 38,00 / Euro (A) 39,10 / SFr 61,90
(Pierre Bourdieu – Schriften, Band 07)
noch nicht erschienen - erscheint 10-2009
http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641968


















Infotext

Unter dem Titel »Das politische Feld« wurden der deutschsprachigen Öffentlichkeit in der Reihe »édition discours« vor einigen Jahren zentrale Untersuchungen Pierre Bourdieus zur Politik zugänglich gemacht. Mit der hier vorliegenden, erheblich erweiterten Schriftensammlung stehen nun sämtliche Texte seiner »Politischen Soziologie« zur Verfügung.

Die mehr oder weniger verstreut erschienenen Schriften Bourdieus zur Politik bilden zwar einen eher kleinen Teil des Werks, das im Wesentlichen als »Kultursoziologie« Epoche gemacht hat. Aber auch Bourdieus »politische« Soziologie zeigt die eminente intellektuelle Sprengkraft seiner Theorie der sozialen Welt: Aufgefordert, Politik zu denken, »ohne politisch zu denken«, wird hier der Leser mit scharfsinnigen Analysen des politischen Diskurses, der Durchsetzung politischer Kategorien des Wahrnehmens und Denkens, der Genese und Struktur des politischen Feldes und seiner Definitionsmacht konfrontiert, die wie kaum eine andere unsere Sicht der sozialen Welt bestimmt – radikaler ist selten über Politik nachgedacht worden.

Aus dem Inhalt

Politik denken – Beschreiben und Vorschreiben – Die politische Repräsentation – Delegation und politischer Fetischismus – Das politische Feld – Sozialer Raum und politisches Feld – Bildung und Politik – Die öffentliche Meinung gibt es nicht – Formen politischen Handelns und Existenzweisen von Gruppen – Politische Monopolisierung und symbolische Revolutionen
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Pierre Bourdieu

Religion
Schriften zur Kultursoziologie 5

Aus dem Französischen von Andreas Pfeuffer, Hella Beister und Bernd Schwibs

1. Auflage
2009, 278 Seiten, geb., Abb.: 9 sw.
ISBN 978-3-86764-195-1
Euro (D) 32,00 / Euro (A) 32,90 / SFr 52,90
(Pierre Bourdieu – Schriften, Band 13)
lieferbar
http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641951















Infotext

Unter dem Titel »Das religiöse Feld« wurden der deutschsprachigen Öffentlichkeit in der Reihe Edition Discours vor einigen Jahren zwei bedeutende Untersuchungen Pierre Bourdieus zur Religionssoziologie zugänglich gemacht. Hier nun werden sie im Zusammenhang sämtlicher Schriften Bourdieus zur Soziologie des Religiösen neu aufgelegt.

Die Auseinandersetzung mit Max Webers Religionssoziologie und der Entwurf einer eigenen Theorie der Genese und Struktur des religiösen Feldes münden hier in eine erstmals in deutscher Sprache verfügbare, empirisch groß angelegte Studie zur »Heiligen Familie« der französischen Amtskirche und ihrer Stellung im gesellschaftlichen Raum. Sie verdeutlicht vor dem Hintergrund der frühen religionstheoretischen Schriften Bourdieus, die immer wieder um die Frage der »diesseitigen« Bedingungen des Glaubens kreisen, in exemplarischer Weise die Potenziale der Bourdieuschen Feldtheorie und ihrer kritischen Reflexivität auf die soziale Welt.

Inhalt

Eine Interpretation der Religion nach Max Weber
Genese und Struktur des religiösen Feldes
Die »Heilige Familie«. Das französische Episkopat im Feld der Macht
Soziologie des Glaubens und der Glaube des Soziologen
Das Lachen der Bischöfe
Die Auflösung des Religiösen

Nachweise
Editorische Anmerkungen
Pierre Bourdieus Religionssoziologie: Eine werkbiografische Skizze von Stephan Egger

Autor / Herausgeber

Pierre Bourdieu (* 1. August 1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; † 23. Januar 2002 in Paris) war einer der bekanntesten Soziologen des 20.Jahrhunderts. Seit 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl am Collège de France. Im Jahre 1993 wurde er mit der »Médaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique« (CNRS) ausgezeichnet.