Pierre Bourdieu, in Pour un mouvement social européen,
Le Monde Diplomatique, juin 1999 — Pages 1, 16 et 17, aussi in Contre-feux 2, Raisons d'agir, 2001, p. 13-23

"L'histoire sociale enseigne qu'il n'y a pas de politique sociale sans un mouvement social capable de l'imposer ( et que ce n'est pas le marché, comme on tente de le faire croire aujourd'hui, mais le mouvement social qui a « civilisé » l'économie de marché, tout en contribuant grandement à son efficacité ). En conséquence, la question, pour tous ceux qui veulent réellement opposer une Europe sociale à une Europe des banques et de la monnaie, flanquée d'une Europe policière et pénitentiaire ( déjà très avancée ) et d'une Europe militaire ( conséquence probable de l'intervention au Kosovo ), est de savoir comment mobiliser les forces capables de parvenir à cette fin et à quelles instances demander ce travail de mobilisation. "


jeudi 23 août 2012

«Das hier … ist mein ganzes Leben». Abgewiesene Asylsuchende mit Nothilfe in der Schweiz, 13 Porträts und Gespräche

«Das hier … ist mein ganzes Leben»
Abgewiesene Asylsuchende mit Nothilfe in der Schweiz
13 Porträts und Gespräche
Limmat Verlag
2012

Dreizehn abgewiesene Asylsuchende legen in Gesprächen Zeugnis ab von ihrem alltäglichen Leben. Alle leben sie in einer Art «geregelten Illegalität»: Sie haben keine Aufenthaltsbewilligung, sie dürfen nicht arbeiten, sie erhalten keine Sozialhilfe. Sie leben eine prekäre Existenz in der Nothilfe.Im Zentrum der Porträts stehen nicht ihre Fluchtgeschichten, sondern ihr Leben hier mitten unter uns: Da sind die zwei Brüder, die in der Schweiz aufgewachsen sind und in perfektem Baseldeutsch davon erzählen, wie gerne sie mit Freunden in die nahe Stadt Basel fahren würden und es nicht dürfen, da es ein anderer Kanton ist. Da ist die Mutter einer Teenager-Tochter, die ihr trotz äusserster materieller Not ein «normales» Familienleben vorzuspielen versucht und von ihr als schlechte Mutter beschimpft wird, weil sie kein Geld für neue Kleider hat. Und da ist der junge Mann, der in einem Nothilfezentrum in den Bergen lebt und gegen die Lethargie ankämpft, die ihn ständig einzuholen droht. «Nicht vorgesehene» Leben – gelebt in der Schweiz.

Organisierte Nicht-Existenz.
Von Franz Schultheis

Einleitung

«Du bist hier aufgewachsen, kennst alles.»
Von Annette Bossart

«Das ist kein Zimmer. Das ist ein Loch!»
Von Tina Bopp

«Es macht mich müde, dass jeder Tag immer gleich ist.»
Von Martina Koch

«Hier oben sind nur wir ‹Asyl-Leute›.»
Von David Loher

«Man verliert selbstbewusst zu sein.»
Von Simone Marti

«Wenn man einem Baum kein Wasser gibt, kann er nicht gut wachsen.»
Von Denise Flunser

«Da habe ich meine Zukunft verloren.»
Von Manuel Rothe

«Meine Familie ist die Schweiz.»
Von Diana Reiners

«Ich möchte aktiv sein und so.»
Von Milena Wegelin

«Wir existieren offiziell nicht mehr.»
Von Raphael Jakob

«Ich verschwende meine Zeit und meine Fähigkeiten.»
Von Fabian Duss

«Es ist schwierig, wie ein Mensch zu leben.»
Von Regula Badertscher, Diana Reiners, Gilles Reckinger

Asylgesetzgebung in der Schweiz.
Von Marina Widmer

Glossar
Autorinnen und Autoren, Herausgeber

Aucun commentaire: